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Aktuelles

Das PBE Ehingen wünscht für das Jahr 2017 viel Vergnügen und Erfolg im Garten.

 

M. Schulz & M. Bosler

Artikel der Albert-Schweitzer-Stiftung, veröffentlicht auf der Internetseite des Projektes "vegan-taste-week": Hülsenfrüchte: gesund und vielfältig.

(Sept. 2016)

Maikäfer, Tulpen und Mohn: Frühjahr 2016 (April/Mai)

2016 - das internationale Jahr der Hülsenfrüchte

Die UN hat das Jahr 2016 in ihrer 68. Generalversammlung zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ernannt; s. hierzu Artikel der Save Foundation oder 231. Resolution der 68. Generalversammlung (als PDF).

 

International Year of Pulses

- hier der Internetauftritt der FAO: 

Projekt.Bohnen.Erhaltung (PBE) - Projekt für bot. Biodiversitätsforschungen und Genressourcenwahrung im Bereich Leguminosen

Diese Seite dient der Erhaltung alter und gefährdeter Bohnensorten.
 
Alte und an bestimmte Bedingungen hervorragend angepasste Sorten verschwinden, - auch Leguminosen sind bedroht!
 
1) Wer oder was ist das Projekt.Bohnen.Erhaltung?
1) a) Das PBE kennenlernen (kompakt und kurz) - ein Prolog

Das Projekt.Bohnen.Erhaltung (PBE) befasst sich bereits seit dem Jahr 2011 mit der Kultivierung von Leguminosen. Während es in den Anfangsjahren, dem Beginn dieses mittlerweile stattlichen Projektes, nur Bohnen kultivierte, umfasst es mittlerweile eine viel größere Spanne als nur die Vertreter der Gattung Phaseolus. Neben Linsen und Wicken werden Soja kultiviert; inzwischen werden mehr als 200 Sorten in über 10 Arten kultiviert. Die Ziele, die sich das PBE gesetzt hat, - nämlich der Erhalt vieler Sorten -, werden stets verfolgt; wenngleich dies auch manchmal mühsam ist. Der Wunsch, Sorte um Sorte zu bewahren ist groß – beinahe übergroß. Und dennoch bietet sich dieses Projekt gerade jetzt an. Die Methoden der Gentechnik ermöglichen es, bestimmte Resistenzgene aus Anpassungs-Spezialisten zu übernehmen und dadurch „Perfektionisten“ zu schaffen. Das Ziel – und das muss hier deutlich gesagt werden – sollte jedoch nicht sein, einen exorbitanten wirtschaftlichen Erfolg daraus zu ziehen, sondern den „Hunger der Welt zu stillen“, wie es der Ethnobotaniker N. Vavilov einmal gesagt hat. Welche Pflanze diesen „Hunger“ stillt, ist noch nicht gewiss; auch ist dieser „Hunger“ nicht nur das gewöhnliche Entbehren von Nahrung. Es ist vor allem das Nichtvertragen von bestimmter Nahrung. Bis ein solcher „Hunger“ gestillt ist, steht es verpflichtend dem PBE und vielen anderen Institutionen und Privatpersonen zu, die Sorten – sog. Genressourcen – zu bewahren. Dieser Aufgabe hat sich das PBE verschrieben und ihr will es möglichst gerecht und genau nachkommen. Die Aufgaben, die dabei ausgeführt werden müssen, reichen von der Kreuzung über das stille Ressourcenwahren. Egal wie still eine Kreuzung und ein Ressourcenwahren von Statten geht – es ist (möglicherweise) in Zukunft, im Morgen und Übermorgen, ein großer Tumulterreger, wenn die Kreuzung und die Ressource einmal versuchen wird, den „Hunger der Welt zu stillen“.

 

1) b) Etwas mehr über das PBE erfahren

Weltweit gibt es weit mehr als 37000 Bohnen-, 85000 Tomaten-, Paprika-, Chili-, 120000 Getreide-, Reis-, Kartoffel-, 7700 andere Leguminosen (Erbsen-, Linsen-,...)-, und 12000 Kohlsorten. Allein in Europa sind beispielsweise mehr als 15000 verschiedene Sorten von Obstbäumen- und Sträuchern bekannt. 
Wie viele Sorten es überhaupt gibt - und noch wichtiger - wie viele dieser Sorten bedroht sind, das weiß keiner genau.
Sorten werden und wurden über viele Pflanzen-Generationen hinweg an bestimmte Bedingungen (Umweltanforderungen) angepasst (vom Menschen durch Züchtung resistent gemacht) oder passen sich selbst an. 
Dabei legen wir viel Wert auf Resistenz, Schönheit, Ertrag, Geschmack, Wachstumsstärke und Vermehrungskapazität. Bis eine optimale Sorte entstanden ist (Diese "optimalen" Sorten gibt es nicht, auch wenn man durch das Ausschöpfen des Genpools recht nahe an solche Ideale herankommen kann.), vergeht sehr viel Zeit.
- Ob Hochland, geringes Wasservorkommen, Kälte und karge Böden, Jahrhunderte vergehen und nur bestimmte Exemplare werden sich den dementsprechenden Bedingungen anpassen. Dadurch entstehen absolute "Spezialisten" fürs Hochland, für die Wüste,... 
Sorten verschwinden in Windeseile, und wer weiß, ob man gerade diese Sorten ("Anpassungsspezialisten") irgendwann noch brauchen wird. Ob heute oder morgen, spielt dabei keine Rolle. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass sich Privatpersonen um den Erhalt möglichst vieler Sorten kümmern, die in einem Samenarchiv oder in einer Genbank niemals alle ausreichend vermehrt werden können.
So darf (und muss) man diese Argumente dafür ansehen, Sorten zu erhalten, oder sich zumindest dafür einzusetzen. Schließlich sind sie genauso ein Teil unserer Gesellschaft und ebenfalls Weltkulturerben (eigentlich "Genkulturerben"), wie gute Literatur und alte Bauwerke, um die man sich auch sehr kümmert...
Dieser Erhaltung hat sich das Projekt.Bohnen.Erhaltung (PBE) verschrieben und zum Ziel gemacht.
Das PBE ist demnach eine Initiative zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, der Biodiversität. 
2) Ressourcen des PBE
Das PBE bietet über 220 verschiedene Phaseolusvertreter (Bohnensorten) in über zehn Arten, ca. 20 Lensvertreter (Linsensorten) in fünf Arten und einige (wenige) Glycine- und Viciavertreter (Soja- und Wickensorten). Der Bestand von Sorten nimmt jedes Jahr nicht nur an Anzahl, sondern auch an Diversität zu; zudem ist er ständigen Änderungen unterworfen, das Angebot wechselt. 
Und das hauptsächlich, da manche Sorten einfach nicht für unsere klimatischen Verhältnisse geeignet sind. Von diesen müssen wir uns oft, trotz großer Bemühungen, trennen; die Gewächshäuser stehen derzeit hauptsächlich "Carpinteros" und "Anasazi" (beides im Heimatland ausgestorbene und indianische Sorten) und einigen anderen "Exoten" (insb. indonesische, albanische, türkische, thailändische, ägyptische, karibische und mexikanische "Besonderheiten") zur Verfügung - eine Freilandkultivierung dieser Sorten ist unvorstellbar und - hauptsächlich aufgrund klimatischer Bedürfnisse - nicht möglich. 
Neben der sog. "Genressourcenwahrung" (ein wesentlicher Hauptbestandteil dieser Institution) stehen die sog. "Biodiversitätsforschungen" im Vordergrund. Dazu gehört auch das Kreuzen und Rückkreuzen; viele dieser Kreuzungsergebnisse sind lediglich für wissenschaftliche Zwecke produziert worden und zählen nicht zu den oben aufgeführten Ressourcen des PBE. 
3) Einige Hinweise zu dieser Internetseite
Diese Internetseite soll absichtlich keine bzw. kaum (ausführliche(n)) Informationen zu Leguminosen enthalten, da mehrere Internetseiten, z. B. jene von Prof. Klapprott, beste Sachtexte liefern. Seine dort zu findenden Studien, Versuche und Beobachtungen über den Bohnenkäfer sind genauso lesenswert wie sein äußerst gut gelungener "Lebenslauf einer Bohne"
PBE EHINGEN 
Projekt.Bohnen.Erhaltung Ehingen (Donau) (2011-2015)
Ein Projekt zur Erhaltung alter und gefährdeter Bohnensorten
und unendlich wertvollen Kulturgutes
Botanische Biodiversitätsforschungen und Genressourcenwahrung





Bohnen  

Genetisches Kulturerbe der Pflanzenzucht, privates Projekt, Prof. Dr. J. Klapprott

(Heritage of genetic cultur, private project, Prof. Dr. J. Klapprott)

 

IPK Gatersleben

Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben

(Leibniz-Institut of plant-genetics and crop research Gatersleben)

CIAT

Genetic Resource Programm Bolivia

(Genetische Ressourcenprogramm Bolivien)